Der Wärme
Als er die Kälte spürte
Es auf die dünne Kleidung zurückführte
Denn im Traum
Lebte er in einem Raum
Der Wärme
Irgendwo in der Ferne
Weit fort
Von diesem Ort
Den er nicht verließ
Weil es Geld zu haben hieß
Ein Ticket zu kaufen
Hier konnte man nicht einfach weglaufen
Denn angesichts
War außen rum nur Wildnis und nichts
Darum blieb man hier
Betrank sich mit Bier
Und für den Ratz
Suchte man sich einen warmen Platz
Das war nun vorbei
Der neue Senat schickte die Polizei
Die hielt die Stadt von nun an frei
Von Pennern
Und solchen Männern
Wie wir
Die hatten nichts zu suchen hier
Sie wurden verdrängt
Manche hatten sich vor Hunger aufgehängt
Oder sich auf eine Bank gelegt
Am nächsten Morgen nicht mehr bewegt
Als er aus dem Traum erwachte
Jemand lachte
Man ihn anleuchtet
Während sein Schlafsack durchfeuchtet
Der sei schmutzig
Und er nichtsnutzig
Habe hier nichts zu suchen
Er begann zu fluchen
Doch das fanden sie übel
Sie schütteten den Kübel
Über ihn aus
Und warfen ihn aus dem Verschlag hinaus
Er solle bloß schnell verschwinden
Sonst würden sie ihn binden
Und liegen lassen
Die Kälte würde sich dann endgültig mit ihm befassen
Solle jetzt loslaufen
Könnte sich ja was Trockenes kaufen
Aber nicht in dieser Stadt
Die hätte uns Landstreicher satt

