Fundamente
Die Städte und das Meer
Sand, Steine und Teer
Lassen Menschen ertrinken
Oder im Schlamm versinken
Unterspülen die Fundamente
Hinterlassen nur Fragmente
Auf denen wir uns schwankend bewegen
Von oben prasselt Dauerregen
Und wenn was passiert
Es keinen interessiert
„unterm Pflaster liegt der Strand“
Ein Weiser diesen Spruch erfand
Hat schon damals gesehen
Wohin wir gehen
Wir verlassen die Küste und das Land
Und finden Wüste aus Wasser und Sand
Haben uns früher in Seen gespiegelt
Jetzt ist alles mit Beton versiegelt
Nichts ist mehr auf Sand gebaut
Auf Beton wird jetzt vertraut
Und wir überleben jetzt in Kammern
Müssen uns ans Leben klammern
Haben keine Freiheit mehr
Laufen auf Straßen aus Teer
Haben früher noch Natur gesehen
Heute nur noch im Fernsehen
Kennen nur noch Milch aus Tüten
Alles andere sind Mythen
Und so stehen wir im Stau
Der Asphalt schwarz, der Himmel grau

