kaltherzig
Sie ist nicht rechtzeitig abgehauen
Wollte auf ihr Glück vertrauen
Dann ist die Sonne doch gegangen
Wurde vom Winter eingefangen
Von dem weißen Herren
Der tat sie einsperren
Und verbergen
Mit seinen kaltherzigen Schergen
Die nur dem Herbst trauen
Denn der tut auch schon grausig ausschauen
Alt
Und kalt
Denn der treibt den Spalt
Zwischen die langen Tage
Wenn ich sage
Er soll verschwinden
Schnell ein Ende finden
Und so tun
Als wollte er sich ausruhen
Doch der Winter hat ihn im Griff
Und er besorgt ihm dann den letzten Schliff
Dass sich die Bäume entblättern
Nach stürmischen Wettern
Die übers Land ziehen
Dass sogar die Wolken fliehen
Im Himmelszelt Schutz suchen
Und wir über zerzauste Haare fluchen
Und über die Kälte und den Schnee
Oh weh
Da müssen wir uns jetzt durchbeißen
Und nicht am Schopf reißen
Hinter dem Ofen die Monate verbringen
Mit dem Schicksal ringen
Dass wir auf die Erlösung warten
Das Grün im Garten
Die Vögel singen
Die Lüfte seichtwarm mitschwingen
Die Lebensgeister erwachen
Man kann wieder lachen
Und Späße machen
Und dann fast wie vertraut
Die Sonne rausschaut

