Kein Besuch
Aufgewachsen im Heim
Immer allein
Und ohne Wärme
Wütende Gedärme
Die sich verschlingen
Um den Dingen
Die sich einem entziehen
Zu entfliehen
Geschlagen
Um Denken zu wagen
Niedergeschlagen
Wurde der Versuch
Kein Besuch
Der kam
Keiner der einen mitnahm
Dem man erzählte
Warum und was einen quälte
Die Jugend missbraucht
Und zusammengestaucht
Um draußen zu zeigen
Man kommt um zu bleiben
Denn zurück
Kein Stück
Weit
Ist man bereit
Weil einen dort nichts hält
Und was draußen gefällt
Entzieht sich immer mehr
Es wird schwer
Sich zu finden
Oder man muss verschwinden
Und untertauchen
Sich verweigern
Hineinsteigern
Um wie ein Boxer im ring zu sein
Ohne Angst allein
Schmerzlos und frei
Fäuste dabei
Um unter unendlichem Druck
Ruck zuck
Das Handtuch zu sehen
Der Andere kann nicht mehr stehen
Und küsst die Bretter
Wird so zum Retter
Denn im Heim
Ist man immer allein

