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Treue schwörte I

Ein Paar dasaß

Um sich alles vergaß

Ich zuhörte

Er ihr Treue schwörte

Wenn er geschieden sei

Er war also nicht frei

Sie blond und adrett

Irgendwie richtig nett

Schweigend alles aufnahm

Ab und an sie zu mir rüber sahen

Ob ich ihr Gespräch aufnehme

Tat uninteressiert und gähne

Als sie zu weinen anfing

Das junge Ding

Und ich plötzlich wusste

Was sie nun sagen musste

Dass sie in anderen Umständen war

Und bald ein Kind gebar

Er war entsetzt

Als hätte sie ihn verletzt

Tat gekränkt

Der Typ war total beschränkt

Hatte er überhaupt zugehört

Sie war total verstört

Er wollte aufstehen

Und gehen

„Ich muss jetzt Heim“

„Warum lässt du mich schon wieder allein“

„Weil meine Frau mich erwartet

Sonst mit Fragen startet

Wo und mit wem

Musste ich heute trinken gehen

Das möchte ich vermeiden

Sie wird schon noch genug leiden

Will nicht, dass sie vorher etwas merkt

Und ihre Eifersucht verstärkt

Mich nicht frei gibt

Weil sie mich noch liebt

Aber das mit dem Kind

Geht mir irgendwie zu geschwind

Bist du wirklich in Umständen

Konntest du das nicht abwenden

Willst du das nicht einsehen

Und zur Abtreibung gehen

Ich lass mich von dir nicht erpressen

Der Unterhalt wird mein Gespartes auffressen“

Sie wirkt nur noch entsetzt

Und tierisch verletzt

Es platzt aus ihr raus

Ein Schrei: „Du Schwein es ist aus!

Wolltest nur mit mir ficken

Jetzt lässt du dich nicht mehr blicken

Dass ich dich erpresse

Ich hau dir eine in die Fresse

Werde deine Frau verständigen

Gehe jetzt nach Haue sie bändigen

Vielleicht wird sie dich so doll lieben

Dann kannst du ihn bei ihr wieder reinschieben

Und sie wird dir verzeihen

Und du dich mit Selbstkritik kasteien“

Sie stehen sich gegenüber

Hassblicke wechseln rüber

Vor Wut kann er nichts mehr sagen

Sie fängt an auf ihn einzuschlagen

Er haut zurück

Dieses miese Stück

Ich springe auf

Ein kurzer Lauf

Und meine Faust kracht

Er eine Drehung macht

Noch kurz steht

Dann zu Boden geht

Sie macht einen Schritt

Ihn in die Eier tritt

Einen Gruß an die Frau

Die sind jetzt schön blau

Zu mir rüber nickt

Heute schon gefickt?

Komm lass uns gehen

Wir machen es heute im stehen

Der Kerl da hat nen kleinen Hänger

Deiner ist bestimmt länger

Er soll jetzt bloß nicht denken

Ich täte ihm die Alimente schenken

Habe seiner Frau ein Päckchen geschickt

Mit dem Foto, wie er mich fickt

Ein paar Dessous dazugepackt

Mit Fotos, mich halbnackt

Und ihr den Streifen geschickt

Schwanger – ihr Mann hat mich gefickt

Ich bin ein Biest, wirst du jetzt denken

Den Gedanken kannst du dir schenken

Ich bin schlimmer als die Pest

Wer mich am Hals hat, dem gebe ich den Rest

Wenn er mich verlässt

Das musst du bedenken

Ansonsten werde ich dir mein Leben schenken

Und dir immer Freude bereiten

In guten und in schlechten Zeiten

 

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