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zwei ICH ICH

Im Knast gesessen

Die Zelle vermessen

Tag für Tag

So lang man es mag

Man wird nicht daran gehindert

Auch wenn es nichts lindert

Eingefahren

Und das seit Jahren

Viermalzwei

Mit Klo dabei

Dafür alleine

Nackte Steine

Auf Boden und Wand

Man schutzlos da stand

Und wenn sie alles durchsuchten

Unendweg fluchten

Alles verstreuten

Was sie nie bereuten

Weil sie nichts fanden

Wieder verschwanden

Einen wieder in die Leere stießen

Und einen zurückließen

Mit dem ICH

Dem nichts auf dem Tisch

Und im Hirn

Spielte man das Dreigestirn

Bube Dame Königshaus

Ich muss aus dieser Zelle raus

Gegen die man rennt

Völlig enthemmt

Bis sie einen holen

Einem die Fresse versohlen

Und liegenlassen

Man soll schön aufpassen

Denn die Ruhe zu stören

Wäre wie dem Leben abschwören

Und auf jeden Fall

Hätte ich einen Knall

Und ehrlich

Sie hielten mich für gefährlich

Zog in die Geschlossene ein

Nun endgültig allein

Und sie gaben mir Pillen

Gegen meinen Willen

Doch der wurde gebrochen

Bin nur noch gekrochen

Konnte nicht mehr laufen

Nicht mehr alleine saufen

Habe mich eingeschissen

Konnte dann in Windeln pissen

Bis die Wissenschaft fand

Ich sei interessant

Wurde dann rumgereicht

Und in Hörsälen gezeigt

Wie Pharmazie schützt

Wenn man zum Leben nichts nützt

Man als Kleinkind besser lebt

Als wenn man an Aggressionen klebt

Die Mitmenschen terrorisiert

Und das Gefühl zum ICH verliert

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