Gedankenknoten
Es hatte geknallt
Und ich wurde überfallt
Sollte leise reden
Drohten mir mit Schäden
Sie seien die Silbendiebe
Die ich nicht vertriebe
Laute Worte wären gewaltig
Nachhaltig
Sie würden hallen
In zu viele Ohren fallen
Man würde Böses wittern
Das würde sie verbittern
Denn durch Geschrei
Käme ich nicht frei
Sollten ihnen Worte geben
Damit könnten sie bestens leben
Nicht durch Prosa geschönt
Sie seien nicht verwöhnt
Sie könnten auch derbe sein
Und sprachlich nicht rein
Hauptsache Kommunikation
Mit Ton an Ton
Nur ein Sinn sollte sein
Sonst wäre es gemein
Und bitte nicht mit Worthülsen gespickt
Der Zeiger tickt
Ich versuche ruhig zu bleiben
Und nicht zu schweigen
Erzähle Geschichten
Fange an zu dichten
Womit sollte ich mich sonst freikaufen
Vielleicht lassen sie mich laufen
Rede bis sie abwinken
Bekomme was zu trinken
Sie hätten entschieden
Sie seien zufrieden
Und ich könne mich absentieren
Nach dem parlieren
Sollte aber immer darauf achten,
dass es jedem gefällt
Wenn man eine Rede hält
Und alle alles verstehen
Bevor sie gehen
Und mir sei es für immer verboten
Der Gedankenknoten

