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Gewalt

Ich in deinen Haaren wühle
Deinen Geruch in mich spüle
Kann nicht genug davon bekommen
Habe dich in Beschlag genommen
Verfolge dich auf Schritt und Tritt
Komme überall hin mit
Selbst vor der Toilette
Bin ich eine Klette
Will bei dir sein
Bist nun nie mehr allein
Wenn ich morgens gehe
Noch einmal kurz nach dir sehe
Und dann das Elektroschloss andrehe

Alle Türen sperr

Denn ich bin dein Herr

und Gebieter

Du mein Untermieter
Habe dir dein Essen aufs Zimmer gestellt
Damit sich niemand zu dir gesellt


Wenn ich abends wiederkomme
Seh ich dich wieder, meine Wonne
Ich dich dann frag
Wie war dein Tag
Ich hatte da so ein Gespür
Wer war an der Tür
Ich habe es durch die Kamera gesehen
Du konntest ja nicht hin gehen
Denn es hat jemand geschellt
Hast dich ans Fenster gestellt
Geklopft und gewunken
Dann enttäuscht nieder gesunken
Es kann dich keiner hören
Das kann ich dir schwören

Mich wird keiner mehr beklauen
Meine Frauen
Gehören mir
Sonst werde ich zum Tier
Denke daran, werde abends zu dir kommen
Dann wirst du genommen
Sollst doch ein Kind von mir bekommen
Bei den Anderen ist es mir nicht gelungen
Hatte sie zwar auch bezwungen
Doch sie wollten mich verlassen
Mußte ihnen was verpassen
Habe sie dann bei Nacht
In die Wüste gebracht
Ausgesetzt
Und mit meinen Hunden fortgehetzt

Das soll mir nicht wieder passieren
Darum werde ich dich dressieren
Mit Zuckerbrot
Und Peitsche zur Not
Dich an mich binden
Du kannst nicht verschwinden
Alles ist überwacht
Habe alles bedacht

Bei Tag und bei Nacht

Werde nun zur Arbeit gehen

Werden uns später sehen

Mache dich bereit

Heute ist es soweit


Sie sitzt da und ist gefangen
Plötzlich das Licht ausgegangen

An den Türen Geräusche

Denkt, dass sie sich täusche

Er sei wieder erschienen

Und sie ihn bedienen

Doch es gab keine Schritte

und Treppentritte

Sie wagte sich am Knauf zu drehen

die Tür ging auf – was war geschehen

Alles war dunkel und ohne Licht

Sie glaubte es nicht

 

Keine Kamera blinkte

Wenn sie winkte

Nach unten lief

Wo er sonst schlief

Um alles zu übersehen

Und sie nicht gehen

Alles ruhig war

Gab es keine Gefahr

Oder nur ein Test

Er kommt und hält sie fest

Wird es wagen

Sie zu schlagen

Doch nichts dergleichen

Sie kann durch die Tür entweichen

 

Auf der Straße jemand ruft

Den sie als Arbeiter einstuft

War gestern bei ihnen

Doch es keiner an der Tür erschienen

Ich wollte nur sagen

oder wollten sie mich fragen

warum der Strom abgestellt

und wie lange er ausfällt

Bitte rufen sie die Polizei

Der Ausfall ließ mich frei

Ich war gefangen

Er hat sich an mir vergangen

 

Da hörte sie seine Stimme hinter sich

Suchst du mich?

Komm lass uns nach Hause gehen

Du wirst dann schon wieder klar sehen“

Er sie weg zog

Ihr den Arm verbog

sie vor sich her schob

Sie das Haus erreichten

Ihr die Sinne entweichten

Und nieder sank

Er zum Arbeiter rief: „Meine Frau ist krank.“

Die Tür zu schlug

Sie nach oben trug

Seine Wut zeigte

Sie ohrfeigte

Fallen ließ

die Tür verschließ

 

Sie am Körper zitterte

Als die Tür splitterte

Schritte trampeln nach oben

Sie wird hoch gezogen

Auf eine Trage gelegt

die sich nach unten bewegt

In einen Krankenwagen verfrachtet

Niemand ihr hier Böses trachtet

Sagt eine Frauenstimme leise

Auf eine angenehme Weise

Wir haben ihn endlich bekommen

Er wird von der Polizei vernommen

Die hat ihn lange gesucht

Jetzt wird er auf Knast gebucht

 

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