Strick ums Genick
Wenn das Leben auseinander fällt
Und keiner mehr zu einem hält
Man überall nur Fehler sieht
Und in sich flieht
Man den Briefkasten zuklebt
Weil auch der auf einmal lebt
Man weiß nicht ein noch aus
Geht nicht mehr aus dem Haus
Lauscht und hört
Ob da einen jemand stört
Wartet bis der Tag weicht
Man durch die Dunkelheit schleicht
Um sich Nahrung zu besorgen
Mit der Angst auf morgen
Ob die Tarnung hält
Oder man auffällt
Bei jedem klingeln aufschreckt
Man sei entdeckt
Der Argwohn einen vernichtet
Man alles abdichtet
Weil man ständig überlegt wie man geht
Ob man den Hahn aufdreht
Sich in die Wanne legt
Dass der Strom einen erschlägt
Oder man zieht sich einen Strick
Ums Genick
Selbst mit vielen Tabletten
Ist man nicht zu retten
Diese Qual
Der Wahl
Ist total
Fatal
Da man sich nicht entscheiden kann
Fängt man mit Yoga an
Meditiert, wie man sein Leben beendet
Sich dem Tod zuwendet
Aber man nur das Wissen erwirbt
Dass die Hoffnung zuletzt stirbt

