verstört
Ich bin zusehends verstört
Wenn man von Glaube, Liebe, Hoffnung hört
Weil es nicht mehr stimmt
Wenn der Pfarrer sich die Kinder vornimmt
Und es wagt
Dass, was ihm versagt
Da wird aus seiner Würde
Eine Bürde
Denn an Kinder wird sich vergangen
Ist man so im Glauben verfangen?
Oder nimmt man die Liebe
Die Kirche geißelt die Triebe
Schwingt sich auf, die Lust zu vernichten
Man soll auf teuflisches verzichten
Aber im geheimen die Schöpfungsgeschichte spielen
Um mit Kinderpornos zu dealen
Und bei sadistischer Ungeduld
Haben immer die Schläge schuld
Die den jungen Menschen heilen
Man muss sie nur gerecht verteilen
Die Hoffnung steht über allem
Denn man ist der Sünder verfallen
und wenn du gebeichtet hast
Verzeiht ein „Vater unser“ deine Last
Aber hinter dem Vorhang lauert
Die Gier aber überdauert
Wenn es geschieht
Dass man die Soutane hochzieht
Urteilt das Gemächt
Über Recht
Man ist klein und verstört
Keiner hat einem zugehört
Denn was da passiert
Hat keinen Interessiert
Denn der Hirte hat einen stehen
Wenn die Schäfchen zu ihm gehen
Denn er ist ein Gottesmann
Der verzichten kann
Auf Weib und Kind
Und befingert geschwind
Die ihm Schutzbefohlen
Lässt sich einen runterholen
Du Sicker
Kinderficker
Und der Papst beantwortet keine Fragen
Er kann nur den Verfall der Moral beklagen
Merkt nicht, dass die Uhr in die Zukunft tickt
Und er nach hinten blickt
Nicht sieht
Was geschieht
Dass man sich fragt
Warum hat er nie was gesagt
Hat es je einen Gott gegeben
Damit Kinder so was erleben
Oder wurde er nur erfunden
Durch Obrigkeit gebunden
Macht zu haben
Sich an den Untergebenen zu laben
Weil man ihnen eine Zukunft im Paradies verspricht
Durch verzicht
Weil man auch dies nur für sich will
Hält man die Gläubigen still
Lässt sie vom Teufel bewachen
Und tut über soviel Dummheit heimlich lachen
Und weil die Neugier alles übersteigt
Wird der Weg im den Beichtstuhl gezeigt
Um alles im Griff zu haben
Und sich daran zu laben

